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Die Corona-Pandemie bringt Veränderung. Was muss ich wissen?

Der Fachdienst PiB-Kindertagespflege berät und unterstützt Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind suchen. Für die Eltern-Info kann ein Termin online reserviert werden. So bleiben Gruppengröße und Gesundheitsrisiken übersichtlich. Zusätzlich tragen Interessierte einen Mund-Nasenschutz. Um dem Abstandsgebot und der Nachfrage zu entsprechen, sollte nur eine erwachsene Person pro Haushalt teilnehmen. Zum Schutz aller gelten bei PiB die 3 G Regeln. Lesen Sie dazu auch unsere aktuelle Corona-Info. Außerdem hält die PiB-Webseite viele wichtige Informationen bereit – oder das Anmeldetelefon Kindertagespflege kann unter 0421 958820-777 weiterhelfen.

Fragen, die bereits betreute Kinder betreffen, sollen an die regional zuständige PiB-Fachberatung gehen, siehe Kontakte.

Auf Aktuelles veröffentlichen wir zudem wichtige gesetzliche Vorgaben und Regelungen, die PiB betreffen.

Übergeordnet informiert die zuständige Bildungsbehörde regelmäßig hier über aktuelle Entscheidungen, die die Kindertagespflege wie auch Krippen und Kitas in ganz Bremen betreffen. 

Telefonisch ist PiB während der PiB-Öffnungszeiten unter 9588200 erreichbar. Für individuelle, persönliche Gespräche können zudem Termine vereinbart werden. 

Wie bekommt mein Kind einen Platz in der Kindertagespflege?

Die Handreichung „Sieben Schritte zum Betreuungsplatz" bietet Eltern kompakt alle Informationen, die sie brauchen, um einen Betreuungsplatz für ihr Kind zu belegen – egal, zu welcher Zeit im Jahr sie einen Betreuungsplatz suchen. Außerdem empfiehlt PiB, an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen, die wesentliche Aspekte der Kindertagespflege erläutert. Bei Fragen zum Anmeldeverfahren hilft zudem das Anmeldetelefon Kindertagespflege von PiB weiter. Sie erreichen es unter 958820-777.

Wie sicher können Eltern einen Tagespflege-Platz erwarten?

PiB kann Eltern keine Platzgarantie geben. Denn ob und wo sie eine passende Tagesmutter oder einen Tagesvater finden, das hängt von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt aber: Je früher Eltern sich festlegen, desto größer ist die Chance auf den Betreuungsplatz ihrer Wahl. Das gilt besonders vor den Anmeldefristen für das jeweils kommende Kindergartenjahr. Denn den Betreuungsvertrag schließen Eltern ja persönlich mit einer Kindertagespflegeperson ihres Vertrauens ab.

Davon unabhängig ist die Kindertagespflege ein flexibles Betreuungsangebot. Während des ganzen Jahres gibt es Bewegung und eigentlich immer einige offene Betreuungsplätze im Stadtgebiet. Ob die jedoch für das Kind geeignet sind, das entscheiden Eltern und Tagespflegeperson.

 

Was ist das Anmeldetelefon Kindertagespflege?

PiB schaltet das Anmeldetelefon Kindertagespflege, um Eltern einen einfachen Zugang zur Kindertagespflege zu bieten. Die Nummer 0421 95 88 20-777 gilt das ganze Jahr. Das Anmeldetelefon informiert Eltern über die nächsten Schritte bei der Suche nach einem Betreuungsplatz. Dazu kann der Besuch einer Informationsveranstaltunf für Eltern gehören. Hier können Sie die nächsten Termine sehen. Auch empfehlen wir, die Handreichung „Sieben Schritte zum Betreuungsplatz" zu lesen.

Was bietet die PiB-Kindertagespflege den Eltern?

PiB bietet die Erstinformation, die Beratung bei pädagogischen Fragen zur Kindertagespflege, die Beratung zur Vermittlung von Betreuungsplätzen und die Vermittlung von Kindern selbst, sowie die Beratung aller Beteiligten während der laufenden Betreuung. Auch wenn es Mal Komplikationen gibt, können Eltern können sich jederzeit persönlich oder telefonisch an die Fachberatung wenden.

PiB ist der zuständige Fachdienst für die Kindertagespflege der Stadt Bremen. Die PiB-Beratungsfachkräfte arbeiten regional mit rund 280 selbstständigen Kindertagespflegepersonen im Stadtgebiet zusammen. Im Zuge der Qualitätssicherung stellt PiB die Empfehlungen für die Pflegeerlaubnis an die Stadt aus. Dafür finden regelmäßig Hausbesuche, individuelle Beratungsgespräche und Fortbildungsveranstaltungen statt.

Der Bereich PiB-Abrechnung Kindertagespflege prüft den Betreuungsumfang, der Eltern zusteht. Auf dieser Grundlage berechnet die Elternbeitragsstelle den Eigenbeitrag für die Eltern. Die Stadt Bremen sichert die Vergütung der Tagespflegepersonen ab.

Was kostet Kindertagespflege?

Kindertagespflege ist der Betreuung in Einrichtungen finanziell gleichgestellt. Das heißt, der Elternbeitrag richtet sich, wie in allen Tageseinrichtungen für Kinder der Jugendhilfe, nach der Beitragsordnung der Stadt Bremen. Diese legt das Familieneinkommen, die Anzahl der im Haushalt lebenden Familienmitglieder, die tägliche Betreuungsdauer und die Anzahl der Geschwisterkinder in Tagesbetreuung zugrunde. Wie hoch der Elternbeitrag am Ende ausfällt, teilt die Elternbeitragsstelle der Senatorin für Kinder und Bildung den Eltern per Bescheid mit. Voraussetzung ist, dass der Abrechnung Kindertagespflege bei PiB die vollständige Anmeldung zur Kindertagespflege vorliegt. Dessen Seite 3, „Informationen zur Berechnung" wird an die Elternbeitragsstelle zur Berechnung des Elternbeitrags weitergeleitet.

Wie viele Stunden Betreuung bekommt ein Kind?

Ein Kind hat ab dem 13. Lebensmonat einen Rechtsanspruch auf Betreuung. Bis zum 36. Lebensmonat sind das 20 Stunden pro Woche (ab dem 01.08.2021 sind das 30 Stunden pro Woche). Mehr Betreuungsstunden sind möglich, wenn beide Eltern einen höheren Betreuungsbedarf nachweisen.

Was tut die Elternbeitragsstelle?

Die Elternbeitragsstelle berechnet den Eigenbeitrag, den Eltern für die Betreuung ihres Kindes tragen müssen. Sie stellt Eltern, die bei PiB eine Anmeldung zur Kindertagespflege vollständig eingereicht haben, auf Grundlage der Seite 3 des Antrags, einen Bescheid über den Eigenbeitrag zu. Die Elternbeitragsstelle ist montags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr per Telefon unter 361-10304 zu erreichen. Offene Beratung gibt es donnerstags, von 8 bis 12 Uhr, An der Weide 50 (Postamt 5 / 3. Etage), 28195 Bremen. Alle zahlungsrelevanten Sachverhalte, zum Beispiel auch Anträge auf Ermäßigung und Ratenzahlung, klärt die Elternbeitragsstelle direkt mit Eltern, die bei PiB einen Aufnahmeantrag eingereicht haben.

Was, wenn mein Kind die Tagespflege verlängern soll?

Wenn ein Kind bereits in Kindertagespflege ist und ein weiteres Kindergartenjahr in einer Tagespflegestelle bleiben soll, sollten die Eltern dies mit der Tagespflegeperson möglichst frühzeitig vereinbaren und die Anmeldung zur Kindertagespflege bei der Abrechnung Kindertagespflege einreichen. Eltern sollten beachten, dass es im Zuge der städtischen Platzvergabe wichtig ist, die Anmeldefristen zum jeweils kommenden Kindergartenjahr einzuhalten. Allerdings gilt die Regelung, dass Kinder, die z. B. im Jahr 2015 drei Jahre alt werden, ab August 2015 den Kindergarten besuchen und dort angemeldet werden sollten. Nur in schriftlich begründeten Ausnahmefällen ist die fortgesetzte Betreuung von Dreijährigen in Kindertagespflege möglich. Eine formlose schriftliche Begründung sollte dem Aufnahmeantrag beiliegen.

Wie wechselt mein Kind in eine Einrichtung?

Eltern informieren die Kindertagespflegeperson fristgerecht über den bevorstehenden Wechsel. Die Tagespflegeperson gibt dann den Kita-Pass zurück. Mit dem melden die Eltern das Kind bis Ende Januar (Anmeldefrist) in der gewünschten Einrichtung für das kommende Kindergartenjahr an. In manchen Fällen liegt der Kita-Pass auch bei der Abrechnung Kindertagespflege von PiB. Die sendet den Kita-Pass auf Wunsch der Eltern an diese zurück.

Was ist ein Betreuungsvertrag?

Ein Betreuungsvertrag ist die Grundlage für ein offizielles Betreuungsverhältnis und damit auch für Förderungs- und Versicherungsleistungen durch die Stadt Bremen. Der Vertrag benennt den Rahmen der Betreuungsleistung, d. h. Ort und Umfang der Betreuung, Zusatzabsprachen und Beiträge, Urlaubs- und Vertretungsregelungen, Betreuung im Krankheitsfall des Kindes, Kündigungsfristen usw. PiB stellt bremischen Kindertagespflegepersonen und Eltern zur Orientierung einen Mustervertrag zur Verfügung. Da es sich bei einem Betreuungsvertrag um einen zivilrechtlichen Vertrag zwischen Eltern und Kindertagespflegeperson handelt, existieren auch abweichende Verträge.

Wie schnell kann die Betreuung starten?

Allgemeine Aussagen sind schwierig. Denn die Dauer einer Vermittlung hängt ab vom gewünschten Stadtteil, den erforderlichen Betreuungszeiten und den pädagogischen Anforderungen. Alles muss ja zum Kind passen. Und natürlich brauchen Kind und Tagespflegeperson eine Zeit der langsamen Eingewöhnung. Sie verläuft in der Regel strukturiert, nach fachlichen Vorgaben und deshalb anfangs im reduzierten Stundenumfang. Das alles sollten Eltern bedenken.

Dem Betreuungsbeginn sind einige Schritte vorgeschaltet: 

Es gilt, eine Anmeldung zur Kindertagespflege einzureichen, um den benötigten Betreuungsanspruch und -beginn abzusichern. Der Abschluss des Betreuungsvertrages mit einer passenden Kindertagespflegeperson macht das Betreuungsverhältnis offiziell. Beides ist notwendig, um eine Förderung und Versicherung seitens der Stadt zu gewährleisten. Die Betreuung startet immer zum Beginn eines Monats mit der Eingewöhnung. Dies ist möglich, sobald die Tagespflegeperson den Vertrag bestätigt und die Abrechnung Kindertagespflege den Eltern die Bestätigung des Betreuungsumfanges mitgeteilt hat. Das gelingt in der Regel einen Monat, nachdem der vollständige Aufnahmeantrag für Kindertagespflege bei der Abrechnung Kindertagespflege eingegangen ist. Details beschreibt die Handreichung „Sieben Schritte zum Betreuungsplatz" .

Hat die Kindertagespflege Schließungszeiten?

Die Kindertagespflege ist ein flexibles Angebot. Entsprechend vereinbaren die Eltern und die selbstständige Kindertagespflegeperson die Betreuungszeiten für ein Kind. Als Schließungszeiten gelten alle offiziellen Feiertage sowie die Urlaubstage der Kindertagespflegeperson. In Bremen werden 20 Urlaubstage pro Kalenderjahr vergütet. Urlaubszeiten sind den Eltern frühzeitig mitzuteilen.

Was klären Eltern mit der Kindertagespflegeperson?

Eltern und Tagespflegeperson sind Partner im Betreuungsalltag. Sie schließen den Betreuungsvertrag ab. Für das Gelingen des Betreuungsverhältnisses ist es wesentlich, dass die Erziehungs- und Wertvorstellungen von Tagesmutter oder -vater einerseits, und von den Eltern andererseits, passen oder akzeptiert werden können. Natürlich helfen auch Sympathie und Vertrauen, wenn es um die Verantwortung für das Kind geht.

Beim Kennenlernen einer Tagespflegestelle (TaPs) sollten Eltern folgende Punkte besprechen und klären:

> die räumliche Situation und Ausstattung

> das Alter und die Zusammensetzung der Kindergruppe sowie die Betreuungszeiten

> die Tages- und Wochenstruktur sowie der Umgang mit besonderen Anlässen

> die Vertretungsregelung in der Tagespflegestelle

> der Austausch mit Eltern in z. B. Elterngesprächen

> die pädagogischen Ziele und das Konzept der Tagespflegestelle

> der Umgang mit besonderen Bedarfen des Kindes und seiner Familie

> die Regelung zur Versorgung erkrankter Kinder


Was, wenn die Betreuungsperson des Kindes erkrankt?

Grundsätzlich sind Kindertagespflegepersonen angehalten, gegenüber Eltern und dem Fachdienst PiB qualifizierte Vertretungskräfte zu benennen. Bei längerer Krankheit der Tagespflegeperson unterstützt PiB eine Lösungsfindung; im Krankheitsfall entstehen Eltern keine zusätzlichen Kosten. Die Finanzierung einer Vertretungskraft wird von der Stadt finanziert.

Was bietet Kindertagespflege im Vergleich zu privater Betreuung?

Die Stadt Bremen hat den Fachdienst PiB-Kindertagespflege mit dem Ausbau der Qualität der Betreuungsleistung und der Einhaltung der Rahmenbedingungen beauftragt. Die Kindertagespflege folgt einem pädagogischen Konzept. Die fachliche Begleitung und Aufsicht liegt bei der regional organisierten PiB-Kindertagespflege. Jede Bremer Tagespflegeperson arbeitet mit einer PiB-Fachberaterin zusammen, um die Einhaltung der Standards zu gewährleisten. Nur auf dieser Grundlage kann die Pflegeerlaubnis durch die Stadt erteilt und erneuert werden.

Gibt es Kindertagespflege auch im Haus der Eltern?

Prinzipiell ist Kindertagespflege im Haushalt der Eltern möglich. Allerdings dürfen dort keine weiteren Kinder etwa befreundeter Familien mitbetreut werden. Eine Tagespflegeperson, die im Haushalt der Eltern tätig ist, wurde umgangssprachlich oft als „Kinderfrau" bezeichnet. Heute nennen wir dieses Modell die mobile Kindertagespflege. Die zuständige PiB-Fachberatung erteilt Interessierten dazu Auskunft.

Kann mein behindertes Kind in Tagespflege betreut werden?

Selbstverständlich. Für Kinder mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen ist die heilpädagogische Kindertagespflege eine Betreuungsmöglichkeit. Sie wird von speziell qualifizierten Kindertagespflegepersonen angeboten.

Was ist externe Kindertagespflege?

In externer Kindertagespflege betreuen zwei Tagespflegepersonen in gemeinsamen Räumen insgesamt bis zu zehn Kinder. In der Regel handelt es sich bei den Räumen um eigens angemietete Ladenräume, die mit städtischer Genehmigung kindgerecht umgebaut und für Kinderbetreuung genutzt werden. Weil man weiß, dass gerade kleine Kinder für ihre Entwicklung eine feste Bezugsperson benötigen, bleibt auch in der externen Kindertagespflege eine Tagesmutter für je bis zu fünf Kinder zuständig. Dieses Bindungsangebot ist ein wichtiges Merkmal der Kindertagespflege insgesamt. Es gilt ebenso in der allgemeinen Kindertagespflege, bei der eine qualifizierte Tagespflegeperson die Kinderbetreuung in der eigenen Wohnung anbietet. Übrigens legt die Pflegeerlaubnis fest, wie viele Kinder eine Tagespflegeperson gleichzeitig betreuen darf.

Kann mein Kind auch vor dem ersten Lebensjahr betreut werden?

Ab der achten Lebenswoche ist ein Anspruch auf Betreuung möglich, wenn Eltern ihren Bedarf nachweisen z. B. aufgrund einer Berufstätigkeit oder da sie sich in Ausbildung oder Studium befinden. Der Nachweis erfolgt z. B. über den Arbeitsvertrag oder die Studienbescheinigung.

Was ist eine Pflegeerlaubnis?

Wer als Tagesmutter oder -vater arbeiten möchte, braucht in der Regel eine Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII. Voraussetzung für eine Pflegeerlaubnis ist, neben einer persönlichen Eignung und einer fachlichen Qualifizierung, u. a. die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses und eines ärztlichen Attestes. Die Pflegeerlaubnis wird alle fünf Jahre überprüft. Sie gilt für maximal fünf Kinder gleichzeitig und ist die Voraussetzung dafür, dass die Unfallversicherung greift. Denn Kinder in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflegestellen sind über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt (§ 2 Abs. 1 Nr. 8 a SGB VII). Auch bezuschusst die Stadt Kosten für Kinderbetreuung nur, wenn sie durch anerkannte Tagespflegepersonen erfolgt.

Wir beraten Sie gerne.

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