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EU Kommissarin besucht PiB

20.04.2016

eu komm margret tuite 20141002Margaret Tuite, die Koordinatorin für Kinderrechte in der Europäischen Kommission, war am 19. April bei PiB zu Besuch und hat sich über das Projekt „Kinder im Exil" informiert.
Junge Flüchtlinge in Pflegefamilien aufnehmen; dieses Konzept, das PiB seit fünf Jahren im Bereich Kinder im Exil umsetzt, hat das Interesse der EU Kommissarin für Kinderrechte geweckt. 

Die EU Kommissionsvertreter wollten sich in Bremen über Projekte und Maßnahmen im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen informieren.

Vermittelt über das Sozialressort nutze Frau Tuite ihren Besuch in Bremen, um sich aus erster Hand aus der Praxis berichten zu lassen. Zuvor hatte sie ein Sprach- und Praktikumsprojekt für junge Flüchtlinge der Daimler AG im Mercedes Werk Bremen besucht.

Tanja Wenningkamp, Abteilungsleiterin Vollzeitpflege, bei PiB verantwortlich für den Bereich Kinder im Exil, begrüßte die EU Vertreterin. Anhand einer kurzen Präsentation wurde vermittelt, welche Voraussetzungen Pflegefamilien mitbringen, damit die Aufnahme eines jungen Flüchtlings gelingt. Aber auch die unbedingte Partizipation der jungen Menschen an dieser Form der Inobhutnahme nach der Flucht wurde deutlich. Die statistische Auswertung der 35 Pflegeverhältnisse, die zurzeit bestehen (Stand: 8. April 2016), vermittelte Frau Tuite einen guten Überblick über die Gruppe der jungen Flüchtlinge, die in Familien leben. Die überwiegend männlichen Jugendlichen kommen aus zehn verschiedenen Ländern und sind in der Regel 16 Jahre alt.

In einem intensiven Gespräch mit der Pflegefamilie Behm-Blüthgen, die mit ihrem Pflegesohn Marhan aus Afghanistan gekommen waren, konnte sich Frau Tuite über den Alltag und die besonderen Anforderungen dieser neuen kulturellen „Familiengemeinschaft" austauschen.

Susanne Müller, bei PiB in der Pflegelternschule zuständig für die spezifische Qualifizierung der Pflegeeltern im Bereich Kinder im Exil und die beiden Fachberaterinnen, Gabriele Jürgens und Kornelia Kötz gaben einen Einblick in die Verfahren und Abläufe vor der Aufnahme eines jungen Geflüchteten. Die EU Kommissarin war besonders daran interessiert, welche besonderen Unterstützungs- und Schulungsangebote die Fachkräfte, die mit den Pflegefamilien arbeiten, benötigen. Sie wird die langjährige Erfahrung der Beratung und Begleitung von PiB in diesem Bereich auch auf EU Ebene einbringen.

Margaret Tuite betonte, dass die Einhaltung der Kinderrechte und des Kinderschutzes im Zusammenhang mit Migrationsfragen und Flucht weiter im Fokus der Arbeit der EU Kommission stehen wird und bedankte sich für den Besuch bei PiB.

Webseite für Jugendliche, die in Pflegefamiien leben:

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