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Inklusion in der Kindertagespflege

23.11.2016

 04 Enfants Laure Estival baAuftaktveranstaltung zum Thema „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“: PiB beteiligt sich gemeinsam mit dem Paritätischen Bildungswerk Bremen am Bundesprogramm „ Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“. Am Montag (21.11.2016) fand die Auftaktveranstaltung für Fachkräfte im Handlungsfeld „Inklusion“ statt, das im Rahmen des Bundesprogramms gefördert wird. Die ca. 20 teilnehmenden Fachberaterinnen von PiB und PWB haben sich intensiv mit dem Thema der „Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung“ befasst, ein Ansatz der Fachstelle Kinderwelten aus Berlin.

Der Ansatz für „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“ wird verstanden als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit: Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Diskriminierung. Der Ansatz verfolgt den Anspruch der Inklusion, d. h. Respekt für Verschiedenheit zu verbinden mit dem Nicht-Akzeptieren von Ausgrenzung und Diskriminierung. Entwickelt wurde der Ansatz schon Ender der 90iger Jahre von einer Gruppe Pädagoginnen der Fachstelle Kinderwelten beim ista (Institut für den Situationsansatz) aus Berlin.

Logo Fachstelle KinderweltenAus der Erkenntnis heraus, dass Kinder bereits in sehr jungen Jahren die in ihrem Umfeld existierenden Bilder, Vorurteile und Diskriminierungen wahrnehmen und in ihr Selbstbild und ihr Bild von der Welt integrieren, ist es wichtig, dass pädagogische Fachkräfte, Einseitigkeiten und Mechanismen von Ausgrenzung erkennen und aktiv gegen sie einschreiten.

Die Fortbildung für Fachkräfte in der Kindertagespflege bildete den Auftakt im Handlungsfeld „Inklusion“. In einem ersten Schritt werden die Fachberaterinnen in dem Themenfeld qualifiziert; Mitte 2017 startet dann eine Fortbildungsreihe für die Kindertagespflegepersonen. Das Ziel ist die Entwicklung einer partizipativen und fördernden Haltung im Hinblick auf Vielfalt und Teilhabe im pädagogischen Alltag. Gemeinsam werden Leitideen zur Inklusion in der Kindertagespflege in Bremen entwickelt.

Mit dem Bundesprogramm „Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Weiterentwicklung des Systems Kindertagespflege und die Sicherung der Qualität der pädagogischen Tätigkeit von Kindertagespflegepersonen. Die Stadt Bremen ist einer der Modellstandorte. Der PiB Fachdienst Kindertagespflege setzt in enger Kooperation mit der Senatorin für Kinder und Bildung und dem Paritätischen Bildungswerk Bremen e. V. verschiedene Projekte zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagespflege um.

 

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