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Fachtag Kindertagespflege zieht vorläufige Bilanz

24.09.2018

PiB Fachtag KTP 216Unter großer Beteiligung fand am 13. September 2018 der PiB-Fachtag Bildung, Inklusion und Qualität in der Kindertagespflege Bestandsaufnahme und Perspektiventwicklung“ statt. Zur Fragestellung „Wo stehen wir?“, hörten und diskutierten über ein Drittel der aktiven, knapp 300 Kindertagespflegepersonen im Bremer Konsul-Hackfeld-Haus neueste Studienergebnisse zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagespflege.

Eine Studie zur pädagogischen Qualität (hier herunterladen) in der Kindertagespflege aus Baden-Württemberg lieferte spannende Impulse zur Reflexion der Praxis und von Standards, etwa im Bereich der Eingewöhnung, der Inklusion, der Dokumentation und der Elternkontakte im Sinne einer Erziehungspartnerschaft.

Die in der frühkindlichen Bildung langjährig erfahrene Referentin des Tages, Dr. habil. Gabriele Haug-Schnabel aus Freiburg, griff dabei unter Applaus auch kritische Anmerkungen aus dem Publikum auf, etwa zu „klinischen Hygienestandards“ im Privathaushalt oder zur Entwicklungsdokumentation von Kindern.

PiB Fachtag KTP 222

Drei Workshops zu den Themen „Qualität in der Kindertagespflege aufzeigen“, „Bildungsprozesse von Kindern beobachten und dokumentieren“ sowie „Teilhabe ermöglichen von Anfang an“ boten zudem viel Gelegenheit zum praxisorientierten Austausch und zur individuellen Perspektiventwicklung.

Am Ende fiel die Bewertung des Fachtags insgesamt sehr positiv aus; er markierte das bevorstehende Auslaufen des Bundesprogramms Kindertagespflege „Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ im Dezember. Dabei ist Bremen bis Jahresende einer von 32 bundesdeutschen Standorten des Bundesprogramms und wurde deshalb vom zuständigen Bundesministerium, aber auch von der Bremer Bildungssenatorin, besonders gefördert. Dies, verbunden mit Festanstellungen von Kindertagespflegepersonen in drei Vertretungsstützpunkten, habe einen Qualitätssprung ermöglicht, den auch Eltern von Tageskindern sehr schätzen, so PiB-Abteilungsleiterin Bärbel Burgschat-Zischow. „Aber ohne das große Engagement der Bremer Kindertagespflegepersonen hätten wir das nie erreichen können“, dankte sie den anwesenden Tagespflegepersonen. Die zuständige Vertreterin der Bildungsbehörde, Hilke Eden, betonte, dass die Behörde sich auch in Zukunft für den weiteren Ausbau der Qualität in der Kindertagespflege einsetzen werde. Dabei nannte sie das Wunschziel, dass in drei Jahren alle aktiven Tagespflegepersonen in Bremen eine pädagogische Qualifizierung nach neuesten Standards vorweisen können sollten. Diese Qualifizierung wurde bereits im Rahmen des Bundesprogramms deutlich vorangebracht. Zuletzt hatte auch Bildungssenatorin Claudia Bogedan das überdurchschnittlich hohe bremische Qualifizierungsniveau unter den Tagespflegepersonen gelobt.

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