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30-jähriges Jubiläum als Kindertagespflegeperson

18.09.2019

2019 09 16 KTPP Onesseit 30. JubilumAls die Industriekauffrau und Chefsekretärin einer Bremerhavener Spedition, Gabriela Onesseit, 1989 das erste Kind in Kindertagespflege aufnahm, hieß ihr Job noch „Tagesmutter“. Und er war, wie vor rund 30 Jahren üblich, als eine Art Nachbarschaftshilfe angelegt. In der eigenen Wohnung, nahe der Uni, betreute die Schwachhauserin damals ein Nachbarskind, gemeinsam mit dem eigenen Sohn. Die Pflegeerlaubnis dafür bekam sie vom Amt für Soziale Dienste. Heute kooperiert Gabriela Onesseit, wie alle rund 250 Bremer Kindertagespflegepersonen, stattdessen mit PiB, ihrem Fachdienst für die Kindertagespflege. Der gratulierte jetzt herzlich zum Jubiläum.

„Es hat sich einiges verändert in der Kindertagespflege“, sagt die Gabriela Onesseit. Sie hat insgesamt 90 Kinder in ihrer Wohnung betreut. In den letzten 15 Jahren waren es nie weniger als fünf gleichzeitig, alle zwischen drei Monaten und dreieinhalb Jahren alt. Vier eigene Kinder erzog sie außerdem.

„Die meisten Kinder kommen heute mit 14 Monaten in die Betreuung, wenn beide Eltern wieder in den Beruf einsteigen“, sagt Onesseit, die sich für die Kindertagespflege seit fünf Jahren auch im TaPs-Rat engagiert. Das Gremium vertritt die Anliegen der Bremer Kindertagespflegepersonen nach außen. Ihre persönliche Bilanz fällt deutlich aus: „Den beruflichen Wechsel in die Kindertagespflege habe ich nicht bereut. Aber meine Ausbildung und Berufserfahrung haben mir sehr geholfen. Man ist selbstständig tätig, muss kalkulieren, kommunizieren, organisieren und im Wettbewerb bestehen.“

Im Sommer hat Gabriela Onesseit außerdem ihren ursprünglichen Berufswunsch verwirklicht. „Ich habe über die Externenprüfung die Ausbildung zur Erzieherin gemacht. Vor 30 Jahren war mir die Ausbildung zu überlaufen.“ Der neue Abschluss hat nur einen Nachteil für sie: „Jetzt fragen mich alle, ob ich ins Angestelltenverhältnis wechseln will. Das steht aber nicht an. Für mich überwiegen die Vorteile der Kindertagespflege, wie zum Beispiel die kleine Gruppe von Kindern, die feste Bezugsperson und die individuelle Betreuung jedes einzelnen Kindes.“

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