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Sie möchten Pflegeeltern werden?

Wer ein Pflegekind aufnehmen möchte, sollte in erster Linie Freude am Zusammenleben mit Kindern haben. Pflegeeltern sollten tolerant und offen sein und Belastungen aushalten können. Gelassenheit und Humor helfen, den Alltag zu meistern. Zugleich öffnen Pflegeeltern sich gegenüber anderen: Als Privatpersonen übernehmen sie einen öffentlichen Auftrag für das Kind und kooperieren dafür mit dem Jugendamt und dem Fachdienst PiB . Zudem ermöglichen sie dem Kind die wichtigen Kontakte zu seinen Eltern.

VIELE LEBENSFORMEN SIND MÖGLICH

Familien sind die bunten Elemente, die unsere Gesellschaft wesentlich ausmachen. Sie unterscheiden sich in Form und Farbe, in Kommunikation und Kultur. Diese Vielfalt ist für Pflegekinder wichtig, denn bei der Suche nach einer Pflegefamilie fragt man vor allem: Welche Pflegeeltern sind gut für das Kind? Bei den Entscheidungen, die dann fallen, sprechen die Eltern des Kindes in der Regel mit.

PiB sucht also Paare, Singles oder Lebensgemeinschaften mit vielfältigen Lebensläufen und Erfahrungen, mit eigenen Kindern oder ohne – die einem Kind einen neuen Lebensmittelpunkt anbieten, ohne seine Wurzeln zu kappen.

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Die Aufnahme eines Pflegekindes in die eigene Familie bringt Veränderung mit sich. Das ist immer eine Umstellung – und anfangs vielleicht ungewohnt. Doch auf lange Sicht entsteht Bindung, Vertrauen und Abwechslung. Auch an sich selbst entdeckt man manchmal neue Seiten. 

Bei der Begleitung von Pflegekindern und Pflegefamilien folgt PiB unterschiedlichen Konzeptionen. Sie bieten den Kindern und deren Pflegeeltern einen Rahmen, der berücksichtigt, was das Kind mitbringt und welche Unterstützung es deshalb bekommen sollte – von PiB, von den Pflegeeltern und von der Stadt Bremen.

  • Die allgemeine Vollzeitpflege begleitet Kinder und Jugendliche, deren leibliche Eltern aus verschiedenen Gründen nicht für sie sorgen können. Wenn Eltern und Pflegeeltern einander positiv begegnen können und das Jugendamt einverstanden ist, beginnt die Anbahnung: Behutsam lernen Kind und Pflegefamilie sich kennen, bis das Kind zu den Pflegeeltern zieht. Die öffnen dem Kind ihre Familie und entscheiden sich häufig für ein langfristiges Zusammenleben. Zugleich unterstützen sie das Kind darin, den Kontakt zu seiner Familie zu halten.

  • Die befristete Vollzeitpflege begleitet Kinder und Jugendliche, deren Eltern in einer Notlage sind und die Verantwortung für ihr Kind zeitweise nicht tragen können. Besonders qualifizierte Pflegeeltern bieten dem Kind ein Zuhause auf Zeit. Vorher lernen sie die Eltern des Kindes kennen, denn mit ihnen gemeinsam kooperieren sie, damit das Kind später wieder bei seinen Eltern leben kann. Pflegeeltern zeichnen sich durch hohe Flexibilität und Kooperationsbereitschaft aus.

  • Die heilpädagogische Vollzeitpflege bietet Kindern und Jugendlichen eine Begleitung an, die ihrer beeinträchtigten körperlichen und/ oder seelischen Entwicklung gut entspricht. Es werden besonders qualifizierte und kompetente Pflegeeltern gesucht, die dem Kind besondere Zuwendung, Betreuung und Förderung entgegenbringen können. Behutsam lernen Kind und Pflegefamilie sich kennen, bis das Kind zu den Pflegeeltern zieht. Die öffnen dem Kind ihre Familie und entscheiden sich häufig für ein langfristiges Zusammenleben. Zugleich unterstützen sie das Kind darin, den Kontakt zu seiner Familie zu halten.

  • Die sonderpädagogische Vollzeitpflege begleitet Kinder und Jugendliche mit wesentlichen seelischen, körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen. Ihre Pflegeeltern bringen neben der Lust auf Familie auch fachliche Kenntnisse aus pflegerischen oder pädagogischen Berufen mit. Die Pflegeeltern entscheiden sich häufig für ein langfristiges Zusammenleben. Zugleich unterstützen sie das Kind darin, den Kontakt zu seiner Familie zu halten.

  • Die Verwandtenpflege/Vollzeitpflege im sozialen Netz begleitet Kinder oder Jugendliche, die bei Pflegeeltern leben, die ihnen durch familiäre oder freundschaftliche Bindungen bereits vertraut sind. Pflegeeltern aus der Verwandtenpflege oder dem Sozialen Netz haben sich für die Aufnahme eines Kindes entschieden, dem sie sich in besonderer Weise verbunden fühlen. PiB schätzt diese spezielle Motivation und unterstützt die Familien bei ihren Aufgaben.

Alle Pflegeverhältnisse werden fachlich durch PiB begleitet. Pflegeeltern nehmen an einer Qualifizierung teil und werden fortlaufend weitergebildet. Auch erhalten sie ein Pflegegeld gemäß § 39 SGB VIII zur Sicherung der Sachkosten und für die Erziehung und Betreuung des Kindes oder Jugendlichen. Den Umfang veröffentlicht die zuständige Sozialbehörde in der „Landesrichtlinie zur Regelung der finanziellen Leistungen in der Vollzeitpflege und der Bereitschafts-/Übergangspflege"

Termine
  • 02
    Nov
    Infoveranstaltung
    Di. 02.11.2021, 19 Uhr
    PiB-Büro Mitte, Bahnhofstr. 28-31, 28195 Bremen

Wir beraten Sie gerne.

Rufen Sie uns an unter Tel. 0421 9588200 oder schreiben Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular.

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